Detlef Brandes: Der Weg zur Vertreibung 1938-1945. Pläne und Entscheidungen zum "Transfer" der Deutschen aus der Tschechoslowakei und aus Polen. München: Verlag R. Oldenbourg 2001. XIV, 503 S., € 34,80 (= Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Bd. 94), ISBN: 3-486-56520-6

Die Deutschen östlich von Oder und Neiße 1945-1950. Dokumente aus polnischen Archiven. Bd. 1: Zentrale Behörden, Wojewodschaft Allenstein. Hrsg. von W³odzimierz Borodziej und Hans Lemberg. Marburg/Lahn: Verlag Herder-Institut 2000. VIII, 428 S., € 71,00 (=Quellen zur Geschichte und Landeskunde Ostmitteleuropas, Bd. 4/1). ISBN: 3-87969-283-1

Für "Polhist" rezensiert von Dr. des. Markus Krzoska (Mainz)

Deutschland im Jahre 2002, siebenundfünfzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Ein Nobelpreisträger schreibt ein Buch über den Untergang eines Schiffes in der Ostsee 1945. Die Rezensenten überschlagen sich vor Begeisterung: endlich habe jemand das Tabu gebrochen, das mit den Leiden von Flüchtlingen und Vertriebenen verbunden sei. Gleichzeitig wird die Diskussion in der Öffentlichkeit forciert, man brauche eine Einrichtung, in der die Erinnerung an jene Vertreibung auch für kommende Generationen wachgehalten wird, wahlweise in Berlin, Breslau, Görlitz oder vielleicht doch in "Rahmel/Westpreußen", dem mehr oder weniger zufälligen Geburtsort einer Bundestagsabgeordneten und Verbandsfunktionärin.
Herrschte also über fünf Dekaden hinweg in der Bundesrepublik eine "Schweigespirale" (M. Kepplinger), in der jedwede Erwähnung dieses Thema unterdrückt wurde? Zugegebenermaßen hatte die westdeutsche Wirtschaftswundergesellschaft der 1950er Jahre Besseres zu tun als sich um die Erinnerungen derjenigen zu kümmern, die unter den Folgen der NS-Verbrechen überproportional zu leiden hatten; und auch die "progressiven" gesellschaftlichen Kräfte der Jahrzehnte danach waren schnell bei der Hand, Vertriebene als unverbesserliche Revanchisten und "kalte Krieger" zu beschimpfen. Doch spätestens seit Mitte der 1980er Jahre setzte hier ein Wandel ein, die Medien nahmen sich des Themas immer stärker an und im Zuge der "Knoppisierung" des bundesdeutschen Geschichtsbildes zogen auf den Mattscheiben immer öfter Planwagen über das Haff und stellte man Fluchtszenen aus Schlesien dramaturgisch nach.
Die Geschichtswissenschaft tat sich mit dem Thema Vertreibung dagegen von Anfang an schwer. Auf die materialreiche, aber politisch instrumentalisierte "Dokumentation der Vertreibungsverbrechen" folgte lange nichts Vergleichbares, abgesehen von einem 1985 von Wolfgang Benz herausgegebenen Sammelband, und natürlich den Bergen apologetischer und geschichtsklitternder Darstellungen, die Ursache und Auslöser der gesamteuropäischen Zwangsumsiedlungsprozesse nicht sehen wollten, sondern nur die Deutschen als Opfer thematisierten (1). Auch nach der Öffnung der Archive in Ostmitteleuropa taten sich deutsche Historiker zunächst schwer. Es waren vielmehr meist junge polnische und tschechische Wissenschaftler, die die mühevolle Quellenarbeit auf sich nahmen und deren Arbeiten bis zum heutigen Tage meist nicht übersetzt sind und deshalb in Deutschland nur in Fachkreisen wahrgenommen werden (2).

Einer der wenigen deutschen Wissenschaftler, die sich früh und ohne Scheuklappen mit der Vertreibung der Deutschen und ihrer Vorgeschichte beschäftigten, ist der an der Universität Düsseldorf lehrende Detlef Brandes. Er hatte schon in früheren Arbeiten die Politik der Westalliierten und ihrer ostmitteleuropäischen Verbündeten während des Zweiten Weltkriegs verfolgt und fokussierte seinen Blick nun auf deren Pläne und Entscheidungen zur Zwangsumsiedlung von Deutschen und Ungarn (3). Innerhalb seiner an der Chronologie orientierten Darstellung liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der Untersuchung des tschechischen und (sudeten-)deutschen Exils sowie der Politik Großbritanniens. Ergänzt werden diese Ergebnisse durch die Gegenüberstellung der polnischen Vertreibungspläne sowie der Politik Moskaus und Washingtons. Es entsteht dabei ein gewisses Ungleichgewicht der Darstellung, welches den Leser mitunter stört. Gleichzeitig entschädigt ihn dafür aber die Tiefe der Betrachtung des tschechischen Falles. Dessen detaillierte Untersuchung bringt einige klare Ergebnisse, die der Autor freilich nicht immer pointiert hervorhebt, so dass das Buch zweifellos einen aufmerksamen und "aktiven" Leser erfordert. Zweifellos zu Recht betont Brandes die Bedeutung des Münchner Abkommens für die tschechische Seite und die schnelle Niederlage bzw. das Verhalten zahlreicher "Volksdeutscher" im Septemberkrieg 1939 für die polnische Seite als konstitutive Elemente des Vertreibungsdiskurses. Ebenfalls zustimmen kann man der Bewertung des Verfassers, erst die deutschen Luftangriffe auf Großbritannien hätten dessen Unterstützung für die Pläne von Beneš, Sikorski und anderen möglich bzw. in der Gesellschaft mehrheitsfähig gemacht. Freilich waren Politiker wie Churchill seit jeher von der "segensreichen Wirkung" von Bevölkerungsaustauschmaßnahmen überzeugt gewesen. Während Brandes' Analyse der Politik Beneš' zeigt, dass dieser zur Durchsetzung seiner Ziele vor keiner Skrupellosigkeit zurückschreckte und daher seinen schlechten Ruf zumindest in deutschen Vertriebenenkreisen nicht zu Unrecht besitzt, wird das Verhalten der tschechischen Gesellschaft unter dem Besatzungsregime nicht so recht deutlich. Zwar ist immer wieder von einer "Verschärfung der Forderungen" gegenüber den Deutschen die Rede, wie sich das aber mit der konkreten Anpassungsfähigkeit und ausbleibendem Widerstand weiter Bevölkerungsteile verband, wird leider nicht thematisiert.
Um so gelungener ist die Darstellung der territorialen Erweiterungen der Kriegsziele in Polen (mit Hilfe Stalins), aber auch in der Tschechoslowakei (von Gebietsabtretungen, wie sie Beneš zu Beginn noch einplante, war bei Kriegsende keine Rede mehr). Dankenswerterweise werden die entsprechenden Veränderungen meistens mit Kartenmaterial unterlegt. Ein erfreulich ausführliches Personenregister sowie ein Ortsregister runden den Band ab, der zweifellos eine Forschungslücke füllt.
 

Parallel zum öffentlichen Diskurs in Polen, der vorbereitet durch die Debatten im Untergrund der 1980er Jahre seit der Wende mit großem emotionalen Engagement geführt wurde, kam ein deutsch-polnisches Großprojekt in Gang, das die Möglichkeiten des verbesserten Archivzugangs und der offeneren Diskussion nutzen wollte, um unser Wissen über das Vorgehen der polnischen und sowjetischen Stellen gegen Deutsche in den Jahren 1945-1950 zu erweitern. Die Idee des Warschauer Historikers W³odzimierz Borodziej und seines Marburger Kollegen Hans Lemberg war es, eine umfangreiche Quellenedition mit Materialien aus polnischen Archiven zusammenzustellen, also eine Art wissenschaftliches Gegenstück zur "Dokumentation der Vertreibungsverbrechen" aus der Hochphase des Kalten Krieges. Finanziert in erster Linie durch Mittel der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Robert-Bosch-Stiftung erkundeten zwischen 1997 und 1998 sechs jüngere Wissenschaftler die regionalen und zentralen Archive Polens. Dabei wurden sie von diesen Einrichtungen, zumindest sofern diese staatlich, und nicht kirchlich waren, weitgehend unterstützt. Als große Schwierigkeit erwies es sich anschließend, aus den vielen tausend Dokumenten die zentralen für die Publikation auszuwählen. Für die schließlich in Angriff genommenen vier Bände wandte man eine Reihe chronologischer, geographisch-administrativer und sachlicher Kriterien an. Mit Hilfe eines Kataloges von Forschungsfragen erarbeitete man ein Raster für die Bearbeitung der Quellen, wobei man natürlich die vorliegenden Hauptprobleme wie die chronologische Disproportionalität der Akten (weniger Material zu den umfangreichsten Vertreibungsphasen als etwa zu den Jahren 1949-50) oder die oft radikal voneinander abweichenden Interpretationen ein- und desselben Ereignisses in den Quellen nicht völlig beseitigen konnte. Glücklicherweise verzettelten sich Bearbeiter und Herausgeber nicht in einem unseligen Namensstreit um die Bezeichnung der Ereignisse, wie sie etwa das deutsch-tschechische Verhältnis heute noch lähmt, sondern ließen eine Vielfalt an Termini zu (Vertreibung, Aussiedlung, Umsiedlung, Zwangsausreise etc.). Zu den zentralen Gedanken schon in der Vorbemerkung der beiden Herausgeber gehört die Betonung der Komplexität der Ereignisse jener Jahre. Die Quellen betreffen nicht nur das deutsch-polnische Verhältnis, sondern auch die Geschichte der VR Polen als Ganzes und die Durchdringung des Landes durch ein kommunistisches System; insofern wurden die Methoden den Deutschen gegenüber auch bei anderen aus gesellschaftlichen bzw. nationalen Gründen missliebigen Bewohnern angewandt (S. 10).

Während die Ausgabe in polnischer Sprache mittlerweile vollständig erschienen ist, liegt auf deutscher Seite erst ein Band vor (4). Dieser Band, der sich den zentralen Behörden und der Wojewodschaft Allenstein widmet, ist zunächst einmal wegen seiner thematischen Einführung bedeutsam, die sich auf alle Bände der Reihe bezieht. Der Text der beiden Herausgeber besticht durch seine Vielfalt an Detailinformationen und allgemeinpolitischen Überlegungen, ohne zu verschweigen, dass man sich nicht nur auf vermintes, sondern in weiten Bereichen auch unerforschtes Terrain begeben hat. Manchen Aspekten wird deswegen mehr Aufmerksamkeit gewidmet als anderen, etwa den Lagern für Deutsche. Hier zeigt sich geradezu exemplarisch, wie viele Wissenslücken wir noch haben. Gibt es etwa schon länger Arbeiten zu den Lagern von Schwientochlowitz, Lamsdorf oder Potulitz, so ist das Lager im oberschlesischen Myslowitz aufgrund fehlender Unterlagen nahezu unbekannt, obwohl dort in kürzester Zeit über 2.000 Menschen den Tod fanden (5). Auch der rechtliche Aspekt der Vertreibungen kommt in der Darstellung nicht zu kurz. Dies ist deswegen von besonderer Bedeutung, weil gerade hier in der Vergangenheit die deutsch-polnische Spiegelfechterei in markanter Weise am Werk war und prominente Völkerrechtler auf beiden Seiten über ihren Paragraphen die historische Wirklichkeit allmählich aus den Augen verloren.
Wichtig für weitere Forschungen ist auch die Feststellung des kompletten organisatorischen Chaos in den Westgebieten und der Überforderung der kommunistisch gelenkten Staatsführung, die aufgrund mangelnder Vorbereitungen weder rasch eigene Institutionen schaffen konnte noch über geeignetes Personal zur Umsetzung ihrer Vorstellungen verfügte. So konnte es geschehen, dass am Rande der Gesellschaft stehende Elemente, Glücksritter, Marodeure und Kriminelle die neuen polnischen Gebiete zu jenem "wilden Westen" machten, wo die völlige Gesetzlosigkeit in den ersten Nachkriegsmonaten nur an wenigen Stellen verhindert werden konnte und mit der Roten Armee noch ein zusätzlicher Machts- und Unsicherheitsfaktor im Spiel war. Zur Wahrheit gehört freilich auch die Feststellung, dass Terror als stabilisierendes Mittel der neuen Staatsmacht universell eingesetzt wurde (S. 90). Auch auf andere zentrale Aspekte wie die unterschiedliche Politik gegenüber den Deutschen und den sog. "Autochthonen" wird in der Einleitung verwiesen, die zudem nicht der Versuchung erliegt, eine "endgültige Bilanz" ziehen zu wollen.

Auf etwa 300 Seiten werden im Folgenden Dokumente der Zentralbehörden abgedruckt bzw. bei bereits veröffentlichten zentralen Dokumenten auf den Ort ihres Abdrucks verwiesen, vom Manifest des PKWN vom 22.7.1944 bis zu einem Entwurf des Präsidiums des Ministerrates zum Entzug der Staatsbürgerschaft bei Volksdeutschen aus dem Dezember 1950.

Den "Regionalteil" über die Wojewodschaft Allenstein leitet die zuständige Bearbeiterin Claudia Kraft mit einer Einführung ein, in der sie die Grundlinien der Geschichte Ostpreußens, insbesondere Masurens, und die Politik der Jahre 1945-1950 kenntnisreich erläutert. Sich absetzend von der Interpretation Andrzej Saksons spricht sie davon, dass die Probleme der Entfremdung zwischen der einheimischen Bevölkerung und dem polnischen Staat keine Folge erst der Stalinisierung Polens waren, sondern auf die von Anfang an vorhandene Ignoranz staatlicher Stellen zurückging, die durch das Verhalten der zugezogenen Polen noch verstärkt wurde (S. 440) (6). Für die von unmittelbar jenseits der Grenze nach Norden kommenden Polen waren die Masuren oft noch als Vertreter der verhassten NS-Herrschaft in Erinnerung, wo sie ihrer Zweisprachigkeit wegen mitunter Mittlerdienste ausgeführt hatten. Die oft nur zeitweiligen Zuwanderer aus Zentralpolen waren somit nur daran interessiert, sich eine materielle Entschädigung für das Unrecht und das Leid des Krieges zu holen. Ein Verhalten, das - wie die Dokumente zeigen - den lokalen polnischen Behörden durchaus bekannt war und als ein Riesenproblem für die eigene Nationalitätenpolitik angesehen wurde, ohne dass man geeignete Maßnahmen dagegen fand. Die polnisch-sowjetische Doppelherrschaft, wie sie auch für andere Teile der "wiedergewonnenen Gebiete" in der Anfangsphase typisch war, fand in Ostpreußen aufgrund der Nähe zur UdSSR und der spezifischen Bevölkerungsverhältnisse ihren besonderen Niederschlag, gab es doch im Norden des Polen zugewiesenen Teils der Region zunächst noch relativ wenig polnische Siedler (im Frühsommer 1945 kamen im Kreis Sensburg/Mr¹gowo auf 24.000 Deutsche nur 110 Polen). Die Interessenkollision zwischen dem sowjetischen Wunsch nach weitestgehender Ausbeutung des Landes mit Hilfe der entrechteten Deutschen und dem polnischen Wunsch einer möglichst raschen Aussiedlung aller Deutschen kann nahezu idealtypisch aufgezeigt werden. Die Autorität der polnischen Behörden wurde dadurch weitgehend untergraben, Folge war ein Machtvakuum in weiten Teilen Ermlands und Masurens, das herumziehende russische oder polnische Banden für ihre Zwecke ausnutzten (7). Eine Betrachtung regionaler Unterschiede, wie sie in den verschiedenen Bänden der Dokumentationsreihe vorgesehen ist, wird anhand einer Reihe von Details sichtbar, etwa im Verbot der Entlohnung von Deutschen durch ihre Arbeitgeber in Ostpreußen (S. 455).
Die zunehmend ihres Spielraumes beraubte, wirtschaftlich verarmte und demoralisierte deutsche Restbevölkerung, die zu einem großen Teil aus Frauen, Kindern, alten und kranken Menschen bestand, sah ihre einzige Chance in einem möglichst raschen Verlassen Ostpreußens gen Westen. Der soziale Abstieg der Deutschen verlief in dieser Provinz besonders rasch und radikal, u.a. auch wegen der Erwerbsstruktur des Landes und des Verhaltens der neuen Nomenklatura (8). Der mühevolle Versuch der Behörden, genau zwischen Deutschen und zu (re)polonisierenden Autochthonen zu unterscheiden, führte zu einem Aufschub der Zwangsaussiedlungen, die erst 1946 einsetzten. Eine Tatsache, die den regionalen Funktionären übrigens gar nicht ins Konzept passte. Kraft prägt für die Zeit nach 1948, als die Warschauer Politik nach der Entmachtung Gomu³kas neue nationalpolitische Prioritäten setzte, den Begriff der "Zwangsverifizierung", also der gewaltsamen "Überführung" der einheimischen masurischen Bevölkerung ins Polentum. Das man damit aber die endgültige Abkehr dieser Menschen vom polnischen Staat in die Wege leitete, war den Behörden lange nicht bewusst. Es folgten die Ausreisewellen bis in die 1980er Jahre (9).

Insgesamt betrachtet ist mit dem ersten Band dieser Quellenpublikation ein umfassendes, sorgfältig editiertes Kompendium zur Nachkriegsgeschichte Polens und der ehemaligen deutschen Ostgebiete entstanden, dessen besondere Qualität darin liegt, dass es die Dokumente sprechen lässt und jene mittels der Einführungen in den historischen Kontext einordnet, ohne daraus politisch nutzbare Konsequenzen zu fordern bzw. zu ziehen. Die Zeit des Aufrechnens ist in der deutschen Osteuropawissenschaft nun endgültig vorbei.
 

(1) Wolfgang Benz (Hrsg.), Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten. Ursachen, Ereignisse, Folgen, Frankfurt/Main 1985.
(2) Einen ersten Überblick über den polnischen Vertreibungsdiskurs bei Markus Krzoska, Wypêdzenie Niemców z Polski. Debata publiczna w Polsce i najnowsze wyniki badañ naukowych, in: Sobótka 56 (2001), Nr. 2, S. 191-211
Inzwischen liegt nach fast zehnjährigem Warten wenigstens die grundlegende Arbeit von Tomáš Stanìk in deutscher Sprache vor:  Verfolgung 1945. Die Stellung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien (außerhalb der Lager und Gefängnisse), Wien 2002.
Wünschenswert wäre aber auch eine Übersetzung der zahlreichen lokalenArbeiten aus dem Umfeld der Pädagogischen Hochschule in Aussig an der Elbe/Ústí nad Labem sowie mindestens der beiden Studien zur Entwicklung in Oberschlesien: Piotr Madajczyk, Przy³¹czenie Sl¹ska Opolskiego do Polski w latach 1945-1948, Warszawa 1996; Bernard Linek, "Odniemczanie" województwa œl¹skiego w latach 1945-1950, Opole 1997. Zum tschechischen Forschungsstand vgl. die Online-Bibliographie von Robert Luft unter: http://www.collegium-carolinum.de/doku/lit/bibl-vertreibung.htm
(3) Detlef Brandes, Großbritannien und seine osteuropäischen Alliierten 1939-1943, München 1988.
(4) Nasza ojczyzna sta³a siê dla nas obcym pañstwem ..." : Niemcy w Polsce 1945 - 1950 ; wybór dokumentów. Pod red. W³odzimierza Borodzieja i Hansa Lemberga, Warszawa. 4 tomy. 2000-2001. 613 + 587 + 495 + 496 S.
(5) Edmund Nowak, Schatten von Lambinowice. Versuch einer Rekonstruktion des Arbeitslagers in Lambinowice in den Jahren 1945-1946, Opole 1994; Witold Stankowski, Lager für Deutsche in Polen am Beispiel Pommerellen / Westpreußen (1945-1950). Durchsicht und Analyse der polnischen Archivalien. Bonn 2002. Mit den bekannten Einschränkungen: Helga Hirsch, Die Rache der Opfer. Deutsche in polnischen Lagern 1944-1950, Berlin 1998.
(6) Andrzej Sakson, Stosunki narodowoœciowe na Warmii i Mazurach 1945-1997, Olsztyn 1998, S. 197ff.
(7) Dass viele Deutschen glaubten, von den Sowjets mehr Hilfe zu erhalten, ist zweifellos auch auf das jahrhundertealte negative deutsche Polenbild zurückzuführen, das auch hier weiterwirkte, deutlich zu erkennen u.a. auch im nach 1945 in vielen Auflagen veröffentlichten "Ostpreußischen Tagebuch" des Arztes Hans von Lehndorff.
(8) Zenon Romanow, Ludnoœæ niemiecka na Ziemiach Zachodnich i Pó³nocnych 1945-1947, S³upsk 1992, S. 128.
(9) Siehe dazu etwa Eugeniusz Mironowicz, Polityka narodowoœciowa PRL, Bia³ystok 2000.
 

Alle Rechte beim Verfasser. Wiederabdruck nur unter Quellenangabe erlaubt.