Jan Kiepura (1902-1966)

Das 20. Jahrhundert brachte viele berühmte Tenöre hervor: Enrico Caruso, Mario Lanza, Benjamino Gigli, um nur einige zu nennen. Manche von ihnen blieben ein Leben lang der ernsten Musik verhaftet, andere suchten die Verbindung zu Unterhaltungsmusik und Film. Zu letzteren gehörte der am 16. Mai 1902 als Sohn eines Bäckers in Sosnowitz/Sosnowiec im D±browa-Gebiet (damals Russland) geborene Jan Kiepura. Die Familie lebte in einfachen Verhältnissen und musste große Opfer bringen, damit der Sohn in Warschau studieren konnte. Jan begann mit Jura, wechselte aber bald zum Gesang über. Er sang im Chor des renommierten Teatr Wielki, bevor er 1924 in Lemberg als "Faust" debütierte. Seine Auftritte in Warschau und Posen machten ihn so populär, dass ihn Franz Schalk 1926 an die Wiener Staatsoper holte. Es folgten internationale Triumphe, u.a. in Mailand, Paris und Chicago (1931). In den 1930er Jahren sang er zwar weiter Opern, u.a. an der Metropolitan Opera, begann sich aber immer mehr für die Schauspielerei zu begeistern. Insgesamt spielte er in 19 Filmen mit, größtenteils für die UFA, oft mit seiner Frau, der ungarischen Schauspielerin Marta Eggerth. 1942 - im Alter von 40 Jahren und schon in den USA lebend - entschloss er sich dazu, nie mehr Opern zu singen. Er trat in den folgenden Jahren dagegen mit großem Erfolg in Operetten und Musicals auf. Im Sommer 1966 erlag er einem Herzinfarkt.

 Weiterführende Literatur:

- Wac³aw Panek, Jan Kiepura, Warszawa 1992.

Links im Internet:

http://www.cyranos.ch/smkiep-d.htm

http://www.teatry.art.pl/portrety/kiepura/



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