Jan Polack (Johannes Polonus) (um 1435-1519)

Hochaltar, Gnadenstuhl von 1491 (Blutenburg bei München)
Hochaltar, Gnadenstuhl in der Schloßkapelle Blutenburg
bei München aus dem Jahre 1491

Der vermutlich in Krakau geborene Polack kam wohl in den siebziger Jahren des 15. Jahrhunderts nach München, wo er beamteter Stadtmaler wurde. Er verkörpert jenen Typu des spätgotischen Werkstattleiters, in dessen Gemälden sich die individuellen Züge bisweilen derart vermischen, dass die Unterscheidung zwischen eigenhändiger Leistung und Werkstattarbeiten nur schwer zu treffen ist. Der Komplex der Altartafeln, Fresken und Bildnisse muss als ein Ganzes von einheitlicher Grundhaltung bei oft höchst unterschiedlichen Erscheinungsformen verstanden werden. Urkunden nennen eine Reihe seiner Werke, die nicht erhalten sind. Zu den bedeutendsten Gemälden zählen die Flügel des Weihenstephaner Hochaltars (1483-1485), der "Fischzug Petri" und der Blutenburger Gnadenstuhl der erfüllt ist von ausdrucksvollem Ernst, einer gewissen Großzügigkeit der knappen, monumentalen Komposition und einer inneren Originalität der Auffassung, obgleich Polack äußerlich ganz dem traditionellen Bildschema folgt.
 

Weiterführende Literatur:

- Hanna Bösl: Jan Polack. Freilassing 1988.
- Andrea Langer: Jan Polack, in: Neue Deutsche Biographie. München 1999.

Internet:

- http://wwar.com/masters/p/polack-jan.html



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