
Grube Rydultau
Rydultau
(poln.: Rydułtowy) gehört zu den zwischen 1260 und 1300 im
oberschlesischen Vorgebirgshügelland rechts der Oder entstandenen großen
Waldhufendörfern. Um 1300 erscheint es in den Quellen als "Rudolphi
villa". 1628 verfügte es über 32 Bauernstellen. Ursprünglich Kammergut
des Herzogtums Ratibor wurde es nach dem Aussterben der dortigen
Piastenherrscher 1532 habsburgisch und im Laufe der Jahrhunderte an
verschiedene Adlige vergeben.
Schon früh wusste man, dass die Region über Bodenschätze verfügte:
Steinkohle, Sandstein, Lehm und Gips. Der 1785 begonnene Kohleabbau kam
aber nur schwer in Gang. Der Aufschwung begann erst mit einem von
Österreichern dominierten Aktionärskonsortium im Jahre 1884. Nach dem
Plebiszit von 1921 wurde R. Polen zugeschlagen. In Ober-Rydultau
stimmten 54,1% für Polen, in Nieder-Rydultau 69,1%. Die Einwohnerzahl
stieg von 222 im Jahre 1784 auf 23500 im Jahre 2002.
In Rydultau befand sich ein Nebenlager des KZ Auschwitz.
Erster Lehrer an der Rydultauer Schule war der 1840 geborene August(yn) KRZOSKA. Er hatte das Lehrerseminar in Peiskretscham bei Gleiwitz besucht und 1861 abgeschlossen. Nach seiner Tätigkeit in -> Kobielitz war er von 1875 bis 1885 in R. tätig.
Literatur:
Aleksandra Matuszczyk-Kotulska: Rydułtowy: zarys dziejów. Rydułtowy 1997. 424 S.
Paul Skwara; Augustin Wollczyk: Chronik des Pfarr- und Wallfahrtsortes Pschow im Kreise Rybnik in preußisch Oberschlesien nebst Chronik der nach Pschow adiungirten Parochie Rydultau, Rybnik 1861.
Leopold Walla: Chronik von Rydultau (Kreis Rybnik, Oberschlesien), Dortmund 1971.
Internet:
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