Veit Stoß (1447-1533)
Veit Stoß: Marienaltar, Krakau (1477-1489)
Veit Stoß (polnisch:
Wit Stwosz) wurde in Schwaben, vielleicht in Horb am Neckar, geboren und
wuchs in Nürnberg auf. Von 1477 bis 1496 arbeitete er vor allem in Polen,
Böhmen und Ungarn. Als Bürger der Stadt Krakau arbeitete er zwölf Jahre lang
am Hochaltar der dortigen Marienkirche, seinem unbestrittenen Meisterwerk,
an den Grabdenkmälern für König Kazimierz IV. ebenfalls in Krakau und für
Erzbischof Zbigniew Ole¶nicki in Gnesen. Anschließend kehrte er nach Nürnberg
zurück, wo er in einen Kriminalfall verwickelt zeitweilig seiner Bürgerrechte
beraubt wurde.Es entstand in jener Zeit sein Spätwerk, besonders Skulpturen
in den Nürnberger Kirchen St. Sebaldus und St. Lorenz sowie ein Altar im
Bamberger Dom.
Stoß gilt als einer der bedeutendsten Holzschnitzer
und Bildhauer seiner Zeit; sein Leben und Werk wurde lange Zeit von Polen
und Deutschen national vereinnahmt, bis man sich der verbindenden Kraft seines
Schaffens für die europäische Kultur bewusst wurde.
Weiterführende Literatur:
- Veit Funk: Veit Stoß: der Krakauer Marienaltar.
Freiburg (u.a.) 1985.
- Szczêsny Dettloff: Wit Stosz. 2 Bde. Wroc³aw
1961.
- Christoph Machat. Veit Stoß - ein deutscher
Künstler zwischen Nürnberg und Krakau. Bonn 1984
- Rainer Kahsnitz: Veit Stoß in Nürnberg - Werke
des Meisters und seiner Schule in Nürnberg und Umgebung. München 1983.
Links im Internet:
- Überblick über
die wichtigsten Werke von Veit Stoß
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