
Hedwigswunschgrube
(© Muzeum Górnictwa Węglowego w
Zabrzu)
Das Dorf
Zabrze ist erstmals im Gründungsbuch des Bistums Breslau von 1305
erwähnt. Der Name bedeutet so viel wie "hinter den bewachsenen, steilen
Hügeln".
1538 gelangte es in den Besitz der Familie Dluhomil von Birawa, die hier
einen Herrensitz einrichtete. Um 1700 gehörten zur Grundherrschaft Z. fünf
Dörfer und fünf Vorwerke. Bereits 1725 wird in Z. ein Frischfeuer erwähnt.
Mit der Gründung der Kohlengrube von Zaborze im Jahre 1790 (seit 1811:
Königin-Luise-Grube), deren Arbeiter in Klein-Zabrze angesiedelt wurden,
setzte ein rasanter wirtschaftlicher Aufschwung ein. 1826 erwarb Graf Carl
Lazarus Henckel von Donnersmarck den gesamten Besitz. Im Laufe des 19.
Jahrhunderts kam eine Reihe neuer industrieller Anlagen hinzu. 1829 hatte Z.
erst etwa 2.000 Einwohner, 1885 waren es knapp 40.000. Im Jahre 1905 wurden
die verschiedenen Dörfer zur Gemeinde Zabrze mit 54.000 Einwohnern
vereinigt, 1915 erhielt der Ort nach der siegreichen Ostpreußenschlacht den
Namen "Hindenburg" und sieben Jahre später die Stadtrechte. Bei der
Volksabstimmung 1921 stimmten 21.233 Bewohner der Kerngemeinde Z. (ohne
Zaborze, Biskupitz, Bielschowitz etc.) für Deutschland (= 58,4%). 1927 wurde
die 100.000-Einwohner-Schwelle überschritten. Heute leben etwa 200.000
Menschen in Zabrze.
Der genaue genealogische Bezug dieser Stadt zu meiner Familie ist bisher noch unklar. Tatsache ist freilich, dass der Name KRZOSKA dort recht häufig vorkam.
Laut dem Einwohnerbuch des Jahres 1938 lebten hier:
– Krzoska,
Alois, Grubenarbeiter, Dorotheenstr. 6
– Krzoska, Anna, Hausbesitzerin, Welfenstr. 29
– Krzoska, Anna, Witwe, Ottilienstr. 3
– Krzoska, Auguste, Witwe, Pochhammerstr. 18
– Krzoska, Erna, Ehefrau, Kampfbahnallee 1
– Krzoska, Ernst, Konstrukteur, Baumannstr. 5
– Krzoska, Franziska, ohne Beruf, Kronprinzenstr. 500
– Krzoska, Georg, Grubenarbeiter, Welfenstr. 29. Er wurde am 4.8.1920 in
Hindenburg geboren und fiel am 25.06.1941 bei Volodymir in Russland.
– Krzoska, Hedwig, ohne Beruf, Heinrichstr. 42
– Krzoska, Hildegard, Rentnerin, Kattowitzer Str. 23
– Krzoska, Ignatz, Maler, Viktoriastr. 8
– Krzoska, Josef, Invalide, Holwedestr. 5
– Krzoska, Josef, Invalide, Koloniestr. 12
– Krzoska, Josepha, Witwe, Bischofsstr. 20
– Krzoska, Karl, Invalide, Arnoldstr. 17
– Krzoska, Karl, Rentner, Vinzentstr. 1
– Krzoska, Leo, Buchhalter, Gymnasialstr. 1
– Krzoska, Maria, Witwe, Haldenstr. 3
– Krzoska, Oswald, Grubenarbeiter, Parisiusstr. 5
– Krzoska, Paul, Elektroschlosser, Lückestr. 8
– Krzoska, Paul, Invalide, Hochbergstr. 13
– Krzoska, Paul, Milchhändler, Guidostr. 32
– Krzoska, Rosalie, Rentnerin, Annabergstr. 9
– Krzoska, Valentin, Invalide, Friedensstr. 12
– Krzoska, Wilhelm, Modelltischler, Hochbergstr. 4
Im Stadtteil Zaborze wurde Pfarrer Emanuel KRZOSKA (1881-1963) als Sohn des Bergmanns Josef KRZOSKA und seiner Frau Marianna, geb. Luków, geboren.
Im Taufbuch der Kirchengemeinde St. Andreas (1826-1866) finden sich folgende vier Einträge:
12.3.1863
Klein-Zabrze, * Carl, Sohn des Hüttenmannes Joseph KRZOSKA und der Maria,
geb. WYBIEREK, Taufpaten waren Joseph Wrona und Johanna Smiałek
29.4.1863 Klein-Zabrze, * Bronisława, Tochter des Schmied Johan KRZOSKA und
der Amalie, geb. BIERNATZKI, Taufpaten waren Jacob Kopyciok und Johanna
Smiałek
18.7.1865 Klein-Zabrze, * Maria Magdalena, Tochter des Hüttenmannes Joseph
KRZOZKA und der Maria, geb. WYBIEREK, Taufpaten waren Valentin Glombka und
Hedwiga Krzozka. Maria Magdalena heiratete 1855 in Zabrze Ernst POROMBKA,
sie starb ebenda am 8.12.1906.
19.7.1865 Klein-Zabrze, * Valentin, Sohn des Hüttenmannes Johann KRZOZKA und
der Amalie, geb. BERNATZKI, Taufpaten waren Jacob Kopyczok und Carl Kulik.
Internet:
- Offizielle Homepage der Stadt Zabrze
- http://www.hindenburg-os.de/
- http://home.germany.net/101-165432/hindenburg.html
Literatur:
- wichtige zeitgenössische Literatur in digitalisierter Form befindet sich online in der Biblioteky Cyfrowa der Biblioteka Sląska: http://www.sbc.org.pl/dlibra
- Josef
Knossalla: Geschichte der Stadt Hindenburg O/S (Zabrze). Kattowitz 1929.
- Hermann Schröter: Hindenburg O/S. Stadt der Gruben und Hütten.
Essen 1965.
- Bernard Szczech, Zabrze na dawnej fotografii. 3 Bde. Zabrze 1992.
- Zabrze, zarys rozwoju miasta. Red.: Henryk Rechowicz. Katowice
1967.
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